Der ColognePride ist mehr als nur ein Fest; er ist ein kraftvolles Symbol für queeres Selbstbewusstsein, Sichtbarkeit und Solidarität. Hunderttausende Menschen versammeln sich in der Stadt, um gemeinsam zu feiern und für ihre Rechte einzustehen. Köln verwandelt sich in eine lebendige Bühne, auf der politische Botschaften und ausgelassene Partystimmung Hand in Hand gehen. Das diesjährige Motto „Für Queerrechte – Viele. Gemeinsam. Stark!“ unterstreicht die Wichtigkeit von Solidarität und der klaren Aussage, dass queere Rechte unveräußerliche Menschenrechte sind. Inmitten dieses Spektakels gibt Payman Neziri, eine Schlüsselfigur der Kölner LGBTQ+-Szene, ihre persönlichen Empfehlungen und Einblicke, wie man den Pride in Köln am besten erlebt, sei es durch die Teilnahme an der Parade, beim Besuch der zahlreichen Bühnen oder beim Austausch in queeren Bars. Ihre Erfahrungen und Ratschläge machen den ColognePride zu einem unvergesslichen Ereignis, das sowohl politisch bedeutsam als auch zutiefst persönlich ist.
Einzigartige Einblicke in den ColognePride mit Payman Neziri
Die Kölner Pride-Feierlichkeiten, bekannt als ColognePride, ziehen jedes Jahr eine beeindruckende Menge von Hunderttausenden Besuchern an, die die Stadt mit Regenbogenfarben und einer Atmosphäre der Akzeptanz erfüllen. Payman Neziri, die engagierte Betreiberin der Boize Bar und eine prominente queere Aktivistin, teilt ihre persönlichen Perspektiven und wertvollen Insider-Tipps für dieses jährliche Ereignis. Sie hebt hervor, wie sich Köln während des Pride in eine offene und farbenfrohe Plattform verwandelt, wo Menschen ohne Vorbehalte sie selbst sein können. Die Parade beschreibt sie als ein starkes und sichtbares politisches Statement, das die Anwesenheit und den Zusammenhalt der queeren Gemeinschaft unterstreicht. Ihr idealer Pride-Tag beginnt entspannt mit einem Frühstück, gefolgt von der Teilnahme an der Parade und dem Besuch der Bühnen, um sich einfach vom Fluss der Ereignisse treiben zu lassen. Den Abschluss findet ein solcher Tag gerne in einer der queeren Bars, wo bei Snacks und guten Gesprächen der Tag reflektiert wird.
Für Payman Neziri, die während der Pride-Tage beruflich stark eingebunden ist, gehört das Auflegen auf der Dance Stage zu einem festen Ritual. Sie bevorzugt die unmittelbare Teilnahme an der Parade zu Fuß, um die Energie und die Sichtbarkeit der Gemeinschaft direkt zu erleben. In ihrer Pride-Tasche dürfen Fächer, eine Einwegkamera und Parfüm nicht fehlen. Als Stärkung empfiehlt sie den Köln Kiosk für schnelle Snacks und Getränke, ideal für eine kurze Pause auf einer der Wiesen. Für Reisende von außerhalb empfiehlt sie zentrale Hotels wie das 25hours Hotel, das durch seine Lage, seinen Stil und seine Atmosphäre überzeugt. Accessoires für den Pride findet man am besten an den zahlreichen Ständen bei den Bühnen. Ihre Party-Highlights sind die Dance Stage und die Veranstaltung „Kisses and Lies“. Zum Austausch nach den Feierlichkeiten empfiehlt sie ihre eigene Boize Bar, die Schaafenstraße oder den Louis The Breakfast Club. Seit ihrer ersten Pride-Teilnahme im Jahr 2002 hat sich viel verändert, und obwohl sie die wachsende Vielfalt an Kollektiven schätzt, wünscht sie sich ein noch stärkeres Gefühl der Zusammengehörigkeit. Abschließend empfiehlt sie die Deutzer Brücke als besten Spot, um die Parade zu überblicken, und das Balthasar als zuverlässiges Restaurant. Ihr persönlicher Pride-Song ist „Vogue“ von Madonna, ein Ausdruck des Selbstfeierns und der zeitlosen Ballroom-Kultur.
Köln als europäische Pride-Hochburg und die Rolle der Gemeinschaft
Köln hat sich als eine der führenden Pride-Hauptstädte Europas etabliert, ein Ort, an dem politisches Engagement und ausgelassene Feierlichkeiten auf einzigartige Weise verschmelzen. Die Stadt demonstriert seit dem ersten „Lesbian and Gay Freedom Day“ im Jahr 1991, wie eine Gemeinschaft wachsen und eine internationale Botschaft für queeres Selbstbewusstsein, Sichtbarkeit und Zusammenhalt aussenden kann. Dieses kontinuierliche Wachstum spiegelt sich im jährlichen ColognePride wider, der weit über ein bloßes Fest hinausgeht und eine tiefere politische Bedeutung trägt. Das Motto „Für Queerrechte – Viele. Gemeinsam. Stark!“ des Jahres 2026 verdeutlicht die anhaltende Forderung nach Gleichberechtigung und die Betonung, dass die Rechte der queeren Gemeinschaft untrennbar mit den allgemeinen Menschenrechten verbunden sind. Die Feierlichkeiten erstrecken sich über mehr als zwei Wochen und gipfeln in einer großen Parade, die die Straßen Kölns in ein Meer aus Farben und Freude verwandelt, während sie gleichzeitig eine Plattform für den Austausch und die Stärkung der Gemeinschaft bietet.
Payman Neziri verkörpert den Geist des ColognePride durch ihr Engagement als Gastronomin und Aktivistin. Ihre Boize Bar dient als wichtiger Schutzraum und Treffpunkt für die FLINTA-Gemeinschaft, wo jeder sich authentisch zeigen kann. Sie teilt ihre Vorliebe für die Parade als klares Statement und schätzt die Möglichkeit, sich zu Fuß unter die Teilnehmenden zu mischen, um die Botschaft der Sichtbarkeit zu unterstützen. Ihre Empfehlungen für Hotels wie das 25hours Hotel unterstreichen den Wunsch, Besuchern eine angenehme und zentrale Basis zu bieten. Neziri betont die Bedeutung der zahlreichen Stände bei den Bühnen, wo einzigartige Pride-Accessoires gefunden werden können. Neben den großen Bühnen und Partys wie „Kisses and Lies“ sind es vor allem die kleineren, intimen Treffpunkte wie ihre Bar, die Schaafenstraße oder der Louis The Breakfast Club, die zum Austausch und zum Wiedersehen einladen. Ihre Reflexionen über die Entwicklung des Pride seit ihrer ersten Teilnahme im Jahr 2002 zeigen, dass trotz der Zunahme an Kollektiven der Wunsch nach einem stärkeren Gemeinschaftsgefühl und gemeinsamem Feiern weiterhin besteht. Der Blick von der Deutzer Brücke auf die Parade symbolisiert für sie das Wesen Kölns: offene Arme, laute Stimmen und viel Herz, was den ColognePride zu einem unvergesslichen Erlebnis macht, das sowohl persönlich als auch politisch tiefgründig ist.