Das Alpenvereinsjahrbuch "Berg 2026" zelebriert ein beeindruckendes 150-jähriges Bestehen als Gedächtnis und Diskussionsplattform der Alpenvereine. Diese besondere Ausgabe, die den majestätischen Großvenediger in den Mittelpunkt rückt, führt den Leser durch sechs facettenreiche Kapitel. Von Reportagen über den Wandel in den Alpen bis hin zu tiefgründigen Einblicken in die alpine Kultur und Wissenschaft bietet das Buch eine fesselnde Lektüre. Ergänzt durch herausragende Fotografien, oft prämiert bei Wettbewerben, ist es eine unverzichtbare Informationsquelle und Inspiration für alle, die die Bergwelt lieben.
Das "Berg 2026" Jahrbuch: Eine alpine Jubiläumsreise
Die neueste Ausgabe des Alpenvereinsjahrbuchs, "Berg 2026", markiert einen bedeutenden Meilenstein: Das 150. Band seit der Erstveröffentlichung im Jahr 1865. Dieses Jubiläumswerk des Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Alpenvereins, herausgegeben von Axel Klemmer und dem Tyrolia-Verlag, ist am 13. September 2025 erschienen.
Das Buch, das sich auf 256 Seiten mit etwa 280 farbigen und 50 Schwarz-Weiß-Abbildungen erstreckt, konzentriert sich in diesem Jahr auf den Großvenediger. Dieser markante Berg in Österreich zierte bereits den allerersten Band und dient nun erneut als faszinierender Aufhänger. Die Gliederung in sechs Kapitel – BergFokus, BergWelten, BergMenschen, BergSteigen, BergWissen und BergKultur – ermöglicht eine umfassende Auseinandersetzung mit der alpinen Welt.
Im Kapitel BergFokus werden fünf Reportagen vorgestellt, die sich mit dem weitreichenden Wandel in den Alpen befassen. Dies umfasst nicht nur den Klimawandel, sondern auch Veränderungen im Landschaftsbild, die Sammlungen der Alpenvereine und persönliche Begegnungen mit Bergmenschen. Anschließend widmet sich das Kapitel BergWelten auf 40 Seiten dem Großvenediger. Es erforscht die Gründe für seine anhaltende Beliebtheit, beleuchtet ihn als Arbeitsplatz und erzählt von den "Alpen-Sherpas", dem Gletscherwasser und der historischen Krimmler Judenflucht.
Ein weiterer Abschnitt, BergMenschen, stellt drei Persönlichkeiten vor, deren Leben eng mit den Bergen verwoben ist. Das Kapitel BergSteigen behandelt detailliert verschiedene Aspekte des Bergsports, darunter auch kontrovers diskutierte Themen wie den "uphill flow" mittels E-Bike. Abschließend bieten die Kapitel BergWissen und BergKultur Einblicke in Themen wie die potenzielle Entwicklung von Gämsen zu einer neuen Art, die Klimastrategie des ÖAV und eine von Chat GPT erfundene Schauergeschichte.
Diese Jubiläumsausgabe zeichnet sich zudem durch einen Fotowettbewerb aus, dessen beste Beiträge im Buch abgedruckt sind, und ist eine wahre Fundgrube an Wissen und atemberaubenden Bildern.
Das "Berg 2026" Jahrbuch ist weit mehr als nur eine Sammlung von Artikeln; es ist ein lebendiges Archiv, das den tiefgreifenden Wandel im Alpinismus über anderthalb Jahrhunderte hinweg dokumentiert. Es fordert uns auf, über unsere Beziehung zu den Bergen nachzudenken und die Komplexität dieser einzigartigen Ökosysteme zu erkennen. Für jeden, der die Berge nicht nur als Kulisse für sportliche Aktivitäten, sondern als lebendigen, sich ständig verändernden Raum betrachtet, bietet dieses Werk wertvolle Perspektiven. Es ist eine Lektüre, die zum Innehalten, Reflektieren und Staunen anregt und die ewige Faszination der alpinen Welt zelebriert.